SMM 2026
Die Einsiedler machten es nochmals spannend
Erst die allerletzte Partie einer langen Saison brachte die endgültige Entscheidung: Mit einem fein herausgespielten Sieg sicherte Teamleader Peter Szakolzcai dem Schachclub Einsiedeln den Verbleib in der zweiten Liga.
Vi. So hat sich das Einsiedler Sextett den Auftritt in Zürich nicht vorgestellt: In relativ kurzer Zeit stellte Gastgeber UBS 1 am letzten Dienstag, 8. September, das Skore auf 3:0 Punkte. Victor Kälin, Richard Kälin und Florent Quenette mussten ihrem Vis-à-Vis die Hand zum Gewinn reichen. Aus einer komfortablen Situation wurde so eine ungemütliche. Die Bankmannschaft steckte nämlich noch tiefer im Abstiegsstrudel als die Einsiedler. Der Wille, alles zu geben, war ausgeprägter als bei den Schwyzer Gästen. Fühlten sich die Einsiedler zu sicher?
Der SCE benötigte im Minimum anderthalb Brettpunkte, um den Ligaerhalt auch mathematisch zu sichern. Doch das mit dem Punkten wollte am Dienstag einfach nicht so recht klappen. Florian Stäuble verfügte zwar über einen Mehrbauern, doch zu mehr als einem Remis (und somit zu einem halben Punkt) reichten seine Bemühungen nicht. Guido Schmid spielte sehr solide, aber nicht mit der nötigen Aggressivität, sodass auch diese Partie unentschieden endete. Erst ein einzelner Punkt auf dem Konto. Und nur noch eine Partie zum Ausspielen.
Doch die Einsiedler haben ja Peter Szakolzcai in ihren Reihen. Der langjährige Nationalliga-Spieler konnte schon früh einen Bauern einheimsen. Diesen Vorteil baute er mit stoischer Ruhe aus, sodass nach über drei Stunden der ersehnte Einzelerfolg bejubelt werden konnte. Einsiedeln hatte nun zwei Punkte und – trotz 2:4-Niederlage – den Ligaerhalt in trockenen Tüchern. www.swisschess.ch
| UBS 1 | - | Einsiedeln 1 | 4 | : | 2 |
| Erwartung | 2 | : | 4 | ||
| Karl Gräff | - | Victor Kälin | 1 | : | 0 |
| Patrick Graber | - | Peter Szakolczai | 0 | : | 1 |
| Mauro Petrolo | - | Florent Quenette | 1 | : | 0 |
| Walter Frehner | - | Kälin Richard | 1 | : | 0 |
| Stela Farhat Willemstein Souza | - | Florian Stäuble | 0.5 | : | 0.5 |
| Hamendra Chand | - | Guido Schmid | 0.5 | : | 0.5 |

Ein Remis, das sich wie ein Sieg anfühlt!
Im vorgezogenen Spiel der sechsten Runde trotzte Einsiedeln dem favorisierten Schachclub Stäfa ein 3:3 ab. Der eine Punkt sichert zwar noch nicht den Ligaerhalt, ist aber schon die halbe Miete.
Vi. Dem Schachclub Stäfa war es ernst, am letzten Montag, 17. August. Nahezu in Bestbesetzung trat das Sextett im Einsiedler Vereinslokal Biergarten gegen die Gastgeber an. Der ELO-Schnitt der Zürcher betrug an diesem Abend 1953 Punkte; die Einsiedler kamen auf 1919. Eine doch merkliche Differenz. Diese Differenz widerspiegelt sich auch in der Tabelle: Während Stäfa nach fünf Runden auf Rang zwei mit dem Aufstieg in die erste Liga liebäugeln kann, steckt der SC Einsiedeln im erweiterten Sinne im Abstiegskampf.
Wie ambitioniert beide Teams ans Werk gingen, zeigte sich an den Resultaten: Keine einzige Partie endete unentschieden. Für einen Sechser-Wettkampf ein ziemlich unüblicher Ausgang. Ungewöhnlich war auch das Ende des mehrstündigen Matches: Als letzter Einsiedler Spieler sass Peter Szakolczai noch Yagiz Özdemir gegenüber. Ein Remis hätte Özdemir genügt, um für Stäfa den Mannschaftssieg zu sichern. Und als alles danach aussah, verkomplizierte die Einsiedler Nummer 1 Szakolczai die Stellung nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. Das unübersichtliche Gewusel und die Zeitnot Özdemirs verfehlten die aus Einsiedler Sicht erhoffte Wirkung nicht: Der Stäfner übersah ein Matt in 1 und musste sich subito geschlagen geben. Die anderen beiden Siege gingen auf das Konto von Richard Kälin und Guido Schmid. Peter Smutelovic, Daniel Brandt und Florent Quenette mussten ihrem Gegenüber hingegen zum Sieg gratulieren.
Sosehr das 3:3 die Stäfner Aufstiegsambitionen schmälert, sosehr hilft es Einsiedeln im Abstiegskampf. Jedenfalls kann Einsiedeln am 8. September gegen die UBS den Ligaerhalt aus eigener Kraft sichern – wenn er dank dem einen Punkt nicht schon gesichert ist.
Spielleiter Christian Grätzer (stehend) begrüsst die Stäfner Gäste im Clublokal Biergarten. Geschenke gab es aber weder hüben, noch drüben. Foto: Victor Kälin
Einzelresultate
| Einsiedeln 1 (1919) | - | Stäfa 1 (1953) | 3 | : | 3 |
| Erwartung | 2 | : | 4 | ||
| Peter Szakolczai | - | Yagiz Özdemir | 1 | : | 0 |
| Florent Quenette | - | Petr Jelinek | 0 | : | 1 |
| Richard Kälin | - | Marcel Bodmer | 1 | : | 0 |
| Peter Smutelovic | - | Jakub Bednarczuk | 0 | : | 1 |
| Daniel Brandt | - | Urs Leuenberger | 0 | : | 1 |
| Guido Schmid | - | Albert Schmitter | 1 | : | 0 |
Zwei Niederlagen, die schmerzen
Nach dem gelungenen Saisonstart musste Einsiedeln in den Runden 4 und 5 zwei empfindliche Rückschläge hinnehmen. Die Erwartungen konnten in beiden Begegnungen nicht erfüllt werden.
Runde 4: Bittere Heimniederlage gegen Nimzowitsch 3
Gegen die dritte Mannschaft des SK Nimzowitsch hatten wir aufgrund der letztjährigen Resultate durchaus mit einem Unentschieden oder gar einem knappen Sieg rechnen dürfen. An den vorderen Brettern holte Einsiedeln zwei wichtige Punkte. Besonders Peter Szakolczai zeigte eine hervorragende Leistung: Sein Endspiel war lehrreich und ein Musterbeispiel dafür, wie man eine positionelle Überlegenheit geduldig und präzise in einen Sieg umwandelt.
Doch an den Brettern 4 bis 6 setzte es drei Niederlagen ab. Guido verlor gegen einen nominell stärkeren Gegner, und die unkonventionelle Eröffnung von Peter Smutelovic führte diesmal nicht zum Erfolg. Christian war von seiner eigenen Partie besonders enttäuscht: Ein unnötiger Bauernverlust ohne Not führte schliesslich zur Niederlage. Berührt – geführt bleibt eine der wichtigsten Regeln im Schach und manchmal auch eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie kleine Ungenauigkeiten grosse Folgen haben können.
Einzelresultate
| Einsiedeln 1 (1941) | - | Nimzowitsch 3 (1937) | 2 | : | 4 |
| Erwartung | 3 | : | 3 | ||
| Richard Kälin (1971) | - | Arthur Tönz (2078) | ½ | : | ½ |
| Peter Szakolczai (2136) | - | Martin Stehli (2140) | 1 | : | 0 |
| Florian Stäuble (1909) | - | Mustafa Zeqiri (1821) | ½ | : | ½ |
| Guido Schmid (1960) | - | Andreas Schilling (2004) | 0 | : | 1 |
| Peter Smutelovic (1833) | - | René Rüegg (1760) | 0 | : | 1 |
| Christian Grätzer (1835) | - | Daniel Müller (1819) | 0 | : | 1 |
Runde 5: Auswärtsniederlage in Dübendorf
Anfang Juni folgte die zweite Niederlage, diesmal auswärts gegen den SK Dübendorf . An den Spitzenbrettern mussten Richard und Peter Szakolczai je eine Niederlage hinnehmen. Florent steuerte ein solides Remis bei, während Florian eine wichtige Partie verlor. Dank der beiden Siege von Guido und Peter Smutelovic gelang immerhin noch eine Resultatkosmetik, doch für einen Mannschaftspunkt reichte es nicht mehr.
| Dübendorf 1 (1980) | - | Einsiedeln 1 (1964) | 3½ | : | 2½ |
| Erwartung | 2 | : | 4 | ||
| Roland Levrand (2148) | - | Richard Kälin (1971) | 1 | : | 0 |
| Oleh Solovchuk (2094) | - | Peter Szakolczai (2136) | 1 | : | 0 |
| Giorgio Cucchi (2015) | - | Florent Quenette (1976) | ½ | : | ½ |
| Yuriy Solovchuk | - | Florian Stäuble (1909) | 1 | : | 0 |
| Beat Huber (1662) | - | Guido Schmid (1960) | 0 | : | 1 |
| Philippe Corbiere | - | Peter Smutelovic (1833) | 0 | : | 1 |
Zwischenstand und Ausblick
Nach fünf Runden steht Einsiedeln mit 4 Mannschaftspunkten auf Rang 4 der Tabelle . Die Lage ist trügerisch: Gleich fünf der acht Teams befinden sich im Abstiegskampf, und die Abstände sind minimal. Damit ist klar: In den verbleibenden zwei Runden muss mindestens eine Begegnung gewonnen werden, um den Ligaerhalt aus eigener Kraft zu sichern. Die verbleibenden Gegner sind Stäfa daheim und UBS auswärts
Rangliste nach fünf Runden
| Rang | Club | MP | EP |
|---|---|---|---|
| 1. | Nimzowitsch 3 | 10 | 19½ |
| 2. | Stäfa 1 | 8 | 19½ |
| 3. | Dübendorf 1 | 8 | 18½ |
| 4. | Einsiedeln 1 | 4 | 15½ |
| 5. | Wädenswil 2 | 4 | 13 |
| 6. | Oberglatt 1 | 3 | 11 |
| 7. | UBS 1 | 2 | 12 |
| 8. | Zimmerberg 1 | 1 | 11 |
Erste Niederlage für das Fanionteam
Nach zwei Siegen reiste das Fanionteam zum Auswärtsspiel nach Wädenswil. Schon im Vorfeld war klar, dass es ohne Peter Sacolczai, Florent und Guido eine schwierige Aufgabe werden würde. Ein Mannschaftsremis lag im Bereich des Möglichen, aber es würde eine nahezu perfekte Teamleistung brauchen.
Am ersten Brett erspielte sich Richi früh einen Bauernvorteil. Doch im Turmendspiel fand er keinen Weg zum vollen Punkt, sodass die Partie remis endete, ebenso wie Florians Damenendspiel am zweiten Brett. Auch er hatte einen Mehrbauern, doch die Stellung gab schlicht nicht mehr her.
Am dritten Brett musste sich Christian nach guter Gegenwehr geschlagen geben. Besonders bitter: In der Schlussphase stand er zwischenzeitlich sogar besser, und mit der korrekten Abwicklung wäre ein Remis absolut realistisch gewesen.
Peter Smutelovic zeigte am vierten Brett eine starke Leistung. Gegen den ELO‑starken Gordienca spielte er lange auf Augenhöhe, doch am Ende reichte es auch hier «nur» zur Punkteteilung.
Am fünften Brett geriet Peter Telser in einen heftigen Königsangriff des Wädenswilers, dem er letztlich nicht standhalten konnte. Dafür gelang Daniel am sechsten Brett ein wuchtiger Angriff, der in einem sehenswerten Turmopfer und einem Dauerschach mündete.
Unterm Strich stand damit die erste Saisonniederlage fest. Vielleicht wäre bei optimaler Chancenverwertung an einzelnen Brettern tatsächlich ein Mannschaftsremis möglich gewesen. Dennoch zeigte das Team auch in dieser Runde viel Kampfgeist – und die Saison ist noch lang.
Einzelergebnis: 7. Mai, Balkonzimmer, Wädenswil
| Wädenswil 2 (1879) | - | Einsiedeln 1 (1839) | 4 | : | 2 |
| Erwartung | 3½ | : | 2½ | ||
| Grigor Gevorgyan (1963) | - | Richard Kälin (1971) | ½ | : | ½ |
| Michal Kaczmarek (1906) | - | Florian Stäuble (1909) | ½ | : | ½ |
| Branimir Radovcic (1841) | - | Christian Grätzer (1835) | 1 | : | 0 |
| Anton Gordienko (1869) | - | Peter Smutelovic (1833) | ½ | : | ½ |
| Hansjakob Emch (1951) | - | Peter Telser (1705) | 1 | : | 0 |
| Christoph Fischer (1741) | - | Daniel Brandt (1779) | ½ | : | ½ |
Mit grossem Teamgeist zum Sieg
Gestern Abend stand die zweite Runde der SMM auf dem Programm – und mit dem Schachklub Zimmerberg gleich die erste richtige Nagelprobe. Spielleiter Christian musste kurzfristig auf Peter Saczkolcai verzichten, der beruflich verhindert war. Hans sprang am ersten Brett ein und zeigte eine starke Leistung: Sein Remis gegen Jeanpierre war für uns gefühlt schon ein kleiner Sieg.
Am zweiten Brett lief es weniger gut, Richi fand gegen Heiri Tanner nicht die nötige Balance und musste seine Partie abgeben. Doch genau hier zeigte sich der Teamgeist, der uns immer wieder trägt: An den Brettern drei bis sechs drehten unsere Jungs das Match eindrucksvoll.
Florant und Guido holten souveräne Siege, Peter steuerte am fünften Brett ein wichtiges Remis bei, und Florian setzte am sechsten Brett den Schlusspunkt. Am Ende stand ein verdienter 4:2‑Erfolg für Einsiedeln – ein Resultat, das im Vorfeld wohl kaum jemand erwartet hätte.
Zwei Spiele, zwei Siege: Der SCE ist auf Kurs und darf sich auf die nächsten Aufgaben freuen. Anfang Mai wartet mit dem SC Wädenswil der nächste Gradmesser.
Einzelergebnis: 16. April, Pfisterschüür Thalwil. 2:4 für SCE
| 1. Brett | Jean-Pierre Monsch | Hans | 0.5 | |
| 2. Brett | Heiri Tanner | Richard | 1-0 | |
| 3. Brett | David Steiger | Florent | 0-1 | |
| 4. Brett | Hanspeter Giger | Guido | 0-1 | |
| 5. Brett | Julius Selecky | Peter | 0.5 | |
| 6. Brett | Maurius Rhyner | Florian | 0-1 |
Nicht lustig für Oberglatt
Massgeschneiderter Auftakt zur Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft: Gleich mit 5:1 schickte der Schachclub Einsiedeln das Züricher Sextett aus Oberglatt nach Hause.
vi) Mit einigen Erwartungen blickte man im hiesigen Schachclub dem Start zur Mannschaftsmeisterschaft entgegen. Das Zweitliga-Team verzeichnete mit Peter Szakolczai einen namhaften Zuzug. Mit seiner Performance von 2136 ELO-Punkten hob er den Level der Mannschaft merklich.
Und das bekam am letzten Montag, 9. März, im Vereinslokal Biergarten auch der Auftaktgegner aus Oberglatt zu spüren. Gleich mit 5:1 Punkten wurden die Zürcher in ihre Flughafengemeinde zurückgeschickt. Und nicht nur Teamleader Peter Szakolczai lieferte einen vollen Punkt. Auch Präsident Guido Schmid, Florent Quenette und Florian Stäuble konnten sich zum Sieg gratulieren lassen. Beim aussichtslosen Stand von 4:0 für die Einsiedler willigten die zwei letzten verbliebenen Gegner zu vorgerückter Stunde gegen Daniel Brandt und Victor Kälin in ein Remis ein.
Mit dem 5:1-Sieg markiert der Schachclub Einsiedeln erst einmal Präsenz. Aufgrund der Ausgeglichenheit der Gruppe Zentral 1 ist jeder Mannschaftspunkt doppelt wertvoll. In der zweiten Runde trifft der Schachclub Einsiedeln am 16. März auf Zimmerberg, den letztjährigen Champion.
Einzelergebnis: 9. März 2026, Biergarten Einsiedeln
| 1. Brett | Guido | Samuel van der Maas | 1-0 | |
| 2. Brett | Peter | Hans Haas | 1-0 | |
| 3. Brett | Florian | Eduardo Orlando | 1-0 | |
| 4. Brett | Florent | Urs Stutz | 1-0 | |
| 5. Brett | Daniel | Daniel Kunz | 0.5 | |
| 6. Brett | Victor | Kent Andersson | 0.5 |

Geglückter Auftakt zur Mannschaftsmeisterschaft: Die Einsiedler bezwingen Oberglatt mit 5:1 Punkten. Von links: Guido Schmid, Victor Kälin, Peter Szakolczai, Daniel Brandt, Florian Stäuble und Florent Quenette. Foto: SCE


