SMM 2026

Zwei Niederlagen, die schmerzen

Nach dem gelungenen Saisonstart musste Einsiedeln in den Runden 4 und 5 zwei empfindliche Rückschläge hinnehmen. Die Erwartungen konnten in beiden Begegnungen nicht erfüllt werden.

Runde 4: Bittere Heimniederlage gegen Nimzowitsch 3

Gegen die dritte Mannschaft des SK Nimzowitsch hatten wir aufgrund der letztjährigen Resultate durchaus mit einem Unentschieden oder gar einem knappen Sieg rechnen dürfen. An den vorderen Brettern holte Einsiedeln zwei wichtige Punkte. Besonders Peter Szakolczai zeigte eine hervorragende Leistung: Sein Endspiel war lehrreich und ein Musterbeispiel dafür, wie man eine positionelle Überlegenheit geduldig und präzise in einen Sieg umwandelt.

Doch an den Brettern 4 bis 6 setzte es drei Niederlagen ab. Guido verlor gegen einen nominell stärkeren Gegner, und die unkonventionelle Eröffnung von Peter Smutelovic führte diesmal nicht zum Erfolg. Christian war von seiner eigenen Partie besonders enttäuscht: Ein unnötiger Bauernverlust ohne Not führte schliesslich zur Niederlage. Berührt – geführt bleibt eine der wichtigsten Regeln im Schach und manchmal auch eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie kleine Ungenauigkeiten grosse Folgen haben können.

Einzelresultate

Einsiedeln 1 (1941) - Nimzowitsch 3 (1937) 2 : 4
Erwartung 3 : 3
Richard Kälin (1971) - Arthur Tönz (2078) ½ : ½
Peter Szakolczai (2136) - Martin Stehli (2140) 1 : 0
Florian Stäuble (1909) - Mustafa Zeqiri (1821) ½ : ½
Guido Schmid (1960) - Andreas Schilling (2004) 0 : 1
Peter Smutelovic (1833) - René Rüegg (1760) 0 : 1
Christian Grätzer (1835) - Daniel Müller (1819) 0 : 1

Runde 5: Auswärtsniederlage in Dübendorf

Anfang Juni folgte die zweite Niederlage, diesmal auswärts gegen den SK Dübendorf . An den Spitzenbrettern mussten Richard und Peter Szakolczai je eine Niederlage hinnehmen. Florent steuerte ein solides Remis bei, während Florian eine wichtige Partie verlor. Dank der beiden Siege von Guido und Peter Smutelovic gelang immerhin noch eine Resultatkosmetik, doch für einen Mannschaftspunkt reichte es nicht mehr.

Dübendorf 1 (1980) - Einsiedeln 1 (1964) :
Erwartung 2 : 4
Roland Levrand (2148) - Richard Kälin (1971) 1 : 0
Oleh Solovchuk (2094) - Peter Szakolczai (2136) 1 : 0
Giorgio Cucchi (2015) - Florent Quenette (1976) ½ : ½
Yuriy Solovchuk - Florian Stäuble (1909) 1 : 0
Beat Huber (1662) - Guido Schmid (1960) 0 : 1
Philippe Corbiere - Peter Smutelovic (1833) 0 : 1

Zwischenstand und Ausblick

Nach fünf Runden steht Einsiedeln mit 4 Mannschaftspunkten auf Rang 4 der Tabelle . Die Lage ist trügerisch: Gleich fünf der acht Teams befinden sich im Abstiegskampf, und die Abstände sind minimal. Damit ist klar: In den verbleibenden zwei Runden muss mindestens eine Begegnung gewonnen werden, um den Ligaerhalt aus eigener Kraft zu sichern. Die verbleibenden Gegner sind Stäfa daheim und UBS auswärts

Rangliste nach fünf Runden

RangClubMPEP
1. Nimzowitsch 3 10 19½
2. Stäfa 1 8 19½
3. Dübendorf 1 8 18½
4. Einsiedeln 1 4 15½
5. Wädenswil 2 4 13
6. Oberglatt 1 3 11
7. UBS 1 2 12
8. Zimmerberg 1 1 11

 

 

 

Erste Niederlage für das Fanionteam

Nach zwei Siegen reiste das Fanionteam zum Auswärtsspiel nach Wädenswil. Schon im Vorfeld war klar, dass es ohne Peter Sacolczai, Florent und Guido eine schwierige Aufgabe werden würde. Ein Mannschaftsremis lag im Bereich des Möglichen, aber es würde eine nahezu perfekte Teamleistung brauchen.

Am ersten Brett erspielte sich Richi früh einen Bauernvorteil. Doch im Turmendspiel fand er keinen Weg zum vollen Punkt, sodass die Partie remis endete, ebenso wie Florians Damenendspiel am zweiten Brett. Auch er hatte einen Mehrbauern, doch die Stellung gab schlicht nicht mehr her.

Am dritten Brett musste sich Christian nach guter Gegenwehr geschlagen geben. Besonders bitter: In der Schlussphase stand er zwischenzeitlich sogar besser, und mit der korrekten Abwicklung wäre ein Remis absolut realistisch gewesen.

Peter Smutelovic zeigte am vierten Brett eine starke Leistung. Gegen den ELO‑starken Gordienca spielte er lange auf Augenhöhe, doch am Ende reichte es auch hier «nur» zur Punkteteilung.

Am fünften Brett geriet Peter Telser in einen heftigen Königsangriff des Wädenswilers, dem er letztlich nicht standhalten konnte. Dafür gelang Daniel am sechsten Brett ein wuchtiger Angriff, der in einem sehenswerten Turmopfer und einem Dauerschach mündete.

Unterm Strich stand damit die erste Saisonniederlage fest. Vielleicht wäre bei optimaler Chancenverwertung an einzelnen Brettern tatsächlich ein Mannschaftsremis möglich gewesen. Dennoch zeigte das Team auch in dieser Runde viel Kampfgeist – und die Saison ist noch lang.

Einzelergebnis: 7. Mai, Balkonzimmer, Wädenswil

Wädenswil 2 (1879) - Einsiedeln 1 (1839)    4       :       2   
Erwartung :    
Grigor Gevorgyan (1963) - Richard Kälin (1971) ½ : ½
Michal Kaczmarek (1906) - Florian Stäuble (1909) ½ : ½
Branimir Radovcic (1841) - Christian Grätzer (1835) 1 : 0
Anton Gordienko (1869) - Peter Smutelovic (1833) ½ : ½
Hansjakob Emch (1951) - Peter Telser (1705) 1 : 0
Christoph Fischer (1741) - Daniel Brandt (1779) ½ : ½

 

 

Mit grossem Teamgeist zum Sieg

Gestern Abend stand die zweite Runde der SMM auf dem Programm – und mit dem Schachklub Zimmerberg gleich die erste richtige Nagelprobe. Spielleiter Christian musste kurzfristig auf Peter Saczkolcai verzichten, der beruflich verhindert war. Hans sprang am ersten Brett ein und zeigte eine starke Leistung: Sein Remis gegen Jeanpierre war für uns gefühlt schon ein kleiner Sieg.

Am zweiten Brett lief es weniger gut, Richi fand gegen Heiri Tanner nicht die nötige Balance und musste seine Partie abgeben. Doch genau hier zeigte sich der Teamgeist, der uns immer wieder trägt: An den Brettern drei bis sechs drehten unsere Jungs das Match eindrucksvoll.

Florant und Guido holten souveräne Siege, Peter steuerte am fünften Brett ein wichtiges Remis bei, und Florian setzte am sechsten Brett den Schlusspunkt. Am Ende stand ein verdienter 4:2‑Erfolg für Einsiedeln – ein Resultat, das im Vorfeld wohl kaum jemand erwartet hätte.

Zwei Spiele, zwei Siege: Der SCE ist auf Kurs und darf sich auf die nächsten Aufgaben freuen. Anfang Mai wartet mit dem SC Wädenswil der nächste Gradmesser.

 

Einzelergebnis: 16. April, Pfisterschüür Thalwil. 2:4 für SCE

1. Brett Jean-Pierre Monsch   Hans 0.5
2. Brett Heiri Tanner   Richard 1-0
3. Brett David Steiger   Florent 0-1
4. Brett Hanspeter Giger   Guido 0-1
5. Brett Julius Selecky   Peter 0.5
6. Brett Maurius Rhyner   Florian 0-1